Unglaublich wie die Zeit vergeht, bald ein Jahr ist es her seit ich den letzten Post geschrieben habe. Mein Leben verläuft wie bis anhin, spannend und reich an Abwechslung. Nur bin ich leider etwas schreibfaul geworden.
Da ich viele Fotos habe sollte es kein Problem einen kurzen (oder ev. längeren) Überblick zu machen. Momentan bin ich wieder einmal für sechs Wochen in Nepal, das laufende Jahr ist fest verplant, ausser es gibt noch mögliche Änderungen, aber darüber in einem nächsten Post. Aber nun schreibe ich "rückwärts", ich beginne beim aktuellen "Kapitel".
Am 8. April 2018 bin ich nach Kathmandu geflogen, zum zweiten Mal mit meiner Schwester Rita.
Der nach dem Erdbeben neu erbaute Stupa wurde in der Zwischenzeit eingeweiht und erstrahlt in altem Glanz. Nach den ersten Treffen mit Patenkindern, -Eltern und Freunden flogen wir nach Pokhara. Ich lies Rita auf der rechten Seite sitzen, um das Himalayagebirge zu sehen, so kam ich in den Genuss Boudha samt Stupa von oben zu sehen.

Wie immer werden wir auch in Pokhara zu feinen Essen eingeladen, hier bei Tenzin Palmos Familie im Jampaling Tibetan Settlement. Die alte Hütte wurde abgebrochen, nun haben sie ein schönes Haus. Wir sehen, dass unser Geld gut investiert wurde.

Karma Sopa Thinley wurde durch unser Mami gesponsert, nun ist er Settlement Officer des Tashi Palkhiel Tibetan Refugee Settlement, ein schöner Erfolg.

Der Rückweg führt zum Nationalpark Chitwan, für Rita etwas Neues. Eine Bootsfahrt ist immer ein Erlebnis.
Meine älteste Patentochter Tenzin Lhamo hat uns begleitet. Die Elefanten werden hier für den Einsatz im Militär ausgebildet.Rhinos habe ich hier zum ersten Mal gesehen.
Zurück in Kathmandu empfängt uns mein langjähriger Freund Tsultrim Gyatso in seinem neuen Büro "Office of Tibet". Er wurde kürzlich zum Vorsitzenden der Exilregierung in Nepal berufen.
Ich finde es schön und keine Selbstvertändlichkeit dass ich mich mit Rita so gut verstehe und dass wir unsere gemeinsame Zeit geniessen können. Wir wissen dass unser Mami uns die Türe zu Nepal "geöffnet" hat und wir denken oft an es.

Ehemalige Patenkinder gehen ins Ausland, andere erhalten Kinder, wie hier Santoshi, die Schwester von Devi mit Santosh.


Auch dieses Jahr gibt es ein Abschiedsfest, dieses wird immer grösser. Knapp 50 Personen folgen unserer Einladung. Dem ROKPA-Team einen herzlichen Dank für den schönen Abend!
Wir hatten tolle Gäste, ein sehr feines Essen und viel zum Lachen! Die neuen Lampen im ROKPA-Garden haben sich bewährt. Nächstes Jahr wieder!



Am nächsten Tag brachten wir Rita zum Flughafen. "Dank" ihrem operierten Knie durfte sie wieder per Rollstuhl und Begleitservice dir Rückreise antreten. Unseren Aufenthalt haben wir so organisiert, dass die eingeschränkte Mobilität kein Problem war. Wir haben es genossen - und unsere grosse Familie auch. Alle freuen sich auf den nächsten Besuch von Rita!
Tenzin Choekyi, Devi Kaushal, Rita, Tenzin Wangmo und Tenzin Lhamo.


Was gibt es heute zum Essen? Natürlich Dal Bhat!
Von meinem Mami habe ich Kleider mitgebracht, diese passen ausgezeichnet.
Wie steil es ist kann man sich kaum vorstellen, das Erstellen der Terrassen muss eine Riesenarbeit gewesen sein.Es regnete die ganze Nacht, so ist klar: Der Bus fährt nicht. Mehrere Stunden zu Fuss zu einer Busstation einer anderen Strecke. Der Vater war krank und hatte grosse Magenschmerzen, so wurde entschieden dass er mit dem Krankenauto nach Kathmandu ins Spital gebracht wird. Das Krankenauto kam über eine andere Strecke, welche knapp passierbar war. Zwei Längsbänke waren vorhanden, auf einem wurde der Vater festgebunden. Shree und Nabina übernahmen die Betreuung. Somit kam ich zu meiner ersten Fahrt als Beifahrer in einem Krankenauto, und das für nur Fr. 60.-. Diesmal schafften wir es dank Sirene etc. in 2,5 Stunden.

Eigentlich wollte ich nochmals nach Langtang, dies dauert aber mindestens 8 Tage. Tsering Lama fliegt am 6. Mai für mindestens zwei Jahre nach Japan und ihre Schwester Dawa Bhuti studiert. So verschiebe ich es auf nächstes Jahr.
Am 14. Mai fliege ich zurück in die Schweiz, die Zeit kann ich gut nützen, da ich noch einige Besuche geplant habe. Der Ausflug zu Devis Eltern steht auch auf dem Programm, mindestens drei Tage. Langweilig wird es mir auch hier nicht!