Montag, 25. Mai 2015

Kathmandu hat zwei Seiten

Im Flugzeug von Doha waren wir genau zwei Westler, der Australier Tristan und ich. Er kümmert sich um den Aufbau von Spitälern. Der A330 ist etwa zu einem Drittel mit Nepali und Tibetern besetzt.

Tal holt mich ab, es ist Nacht und alles sieht normal aus, etwas weniger Verkehr als früher.

Am nächsten Morgen spaziere ich vor 7 h zum Stupa, es hat einige Leute, aber nur Einheimische. Auf den ersten Blick sieht der Stupa unversehrt aus, dann erkenne ich die Schäden am Turm. Der Turm einer kleinen Stupa fehlt ganz. Auch an den Häusern sind kaum Schäden feststellbar. Die Gegend um Bouda wurde zum Glück relativ verschont.


Auch bei der Fahrt in die Stadt entlang der Ringroad sieht man wenig beschädigte Häuser, in der Presse wurden nur die schlimmsten Bilder gezeigt. Was auffällt sind überall Zeltlager. Auch zerstörte Mauern sieht man öfters. Wenn man die Hauptstrasse verlässt findet man Strassen, an denen ganze Häuserzeilen eingestürzt sind, es wurde aber überall aufgeräumt, so dass die Strassen passierbar sind.




Um 7 h wird die Strasse zum Affentempel, nach Swayambhu, gesperrt, so fahren wir am Morgen früh mit den Motorrädern dorthin. Vor zwei Jahren habe ich diese besichtigt, traurig was hier alles zerstört wurde.
Nur die Affen sind unbeeindruckt.







Das Leben geht weiter -für manche mit wenig Veränderungen, für andere der blanke Horror. Die fehlenden Touristen sind für viele Leute eine Katastrophe, es gibt kaum Arbeit, wo doch der Tourismus die Haupteinnahmequelle ist.
Die Leute lassen aber nicht den Kopf hängen und versuchen das Beste aus der Situation zu machen, wie Tashi Delek und Tsomo Sonam.

Unsere vielen tibetischen Freunde haben nach meinem heutigem Wissensstand die beiden Erdbeben relativ unversehrt überstanden. Bei Zamling Wangdu ist noch nicht klar, ob das vor zwei Jahren erstellte Haus gerettet werden kann.

Wer von uns würde in der Situation von Devi noch ein Lachen aufsetzen?

Devi nimmt mich mit zu sich ins "neue Zuhause". Mit ihrer 19-jährigen Schwester Manisha verliessen sie am morgen die Einzimmerwohnung, jetzt weiss sie nicht mehr, wo das Haus stand, es ist keine Strasse mehr erkennbar.


Sie haben ein Zimmer, resp. ein Loch gefunden, es hat eine abschliessbare Türe und sie können darin kochen. Das Nachbarzimmer ist niPersonen in einem "Zelt", resp. unter Planen. Am Tag sitzen sie unter einem Baum. Was sollen sie machen? Sie haben von keiner Organisation oder vom Staat etwas erhalten, dank meiner sofortigen Überweisung per Western Union konnten sie Esswaren und Kleider kaufen und den Eltern Geld bringen. Die Arbeitsstelle von Devi gibt es nicht mehr, nächste Woche beginnt voraussichtlich die Schule wieder, aber wie viele Schulen sind zerstört? Ob Manisha mit der zwölften Klasse beginnen kann?

Das Haus der Eltern ist unbewohnbar, der Bruder hat beim Erdbeben das Bein gebrochen. Vor ein paar Tagen wurde er stundenlang ur nächsten Strasse getragen. Das Land der Eltern ist zerstört, der Monsun wird  das Seinige beitragen und die Erde ins Tal schwemmen. Wohin sollen die Eltern?

Die wirkliche Katastrophe kommt erst wenn der Monsun einsetzt, viele Hänge werden abrutschen, Dörfer mitreissen oder die Wege dorthin unpassierbar machen. von Kindern welche ihr Haus verloren habenmachen. Was passiert mit diesem Hundertausenden von Leuten?

Einige Bilder des Zeltlagers

 Mütter kochen
 Kids bei der Küchenarbeit

 Schulstunde und Beschäftigung
 Die Kleineren im Lesezimmer des Restautants vor dem Fernsehen
Ich schlafe im Gästehaus, dieses erscheint sicher zu sein.

ROKPA hat entschieden dass das jetzige Zeltlager durch Notunterkünfte ersetzt wird, in diesem Projekt werde ich mich die nächste Zeit beschäftigen. Die 50 Kinder, Betreuer, teilweise Eltern von Kindern welche ihr Haus verloren haben, etc, schlafen im Zeltlager. Wir hoffen dass sie bald zurück ins Haus können, aber weitere grosse Erdbeben sind nicht ausgeschlossen. Der heutige Sturm hat alles unter Wasser gesetzt.

Die Rohre für die Shelter (Notunterkünfte) werden heute geliefert.
Du möchstet etwas spenden? In älteren Blogs findest du entsprechende Angaben, oder sende mir einfach ein Mail.


Mittwoch, 20. Mai 2015

Unterwegs nach Kathmandu

Die letzten paar Tage gehören sicher zu den turbulentesten meines Lebens. Vor Kurzem überlegte ich mir noch wie ich wohl diesen Sommer in Zentralamerika verbringen werde.
Am 12. Mai schickte ich am Abend eine Mail an Lea Wyler und fragte, ob ich mich als Freiwilliger nützlich machen könne - und heute sitze ich nach einem Night-Stop in Doha und werde bald das Flugzeug nach Kathmandu besteigen.

Hier auf dem Flughafen ist die Welt noch in Ordnung. Schöne Männer ganz in Weiss strahlen, die Frauen daneben, ganz in schwarz, verhüllt, oft nur die Augen zu erkennen, tippen auf ihrem i-Phone. Aber diese Leute sind voraussichtlich aus Saudi Arabien. In Katar hat es wenig verschleierte Frauen.
Meine Aufgabe ist auf dieser Wiese ein überlebensfähiges Camp aufzubauen. Foto vom April. Wenn der Monsunregen beginnt, dann steht bald alles unter Wasser und es ist nur noch ein Schlammfeld.

Aber was werde ich antreffen? Ich weiss nur dass 150 Leute auf dem Grundstück "überleben". (Fota aus dem Internet)

Samstag, 16. Mai 2015

Am Mittwoch 20. Mai fliege ich nach Nepal.

Der 20. Mai stand als Abreisetag schon lange fest. Geändert hat sich nur das Ziel, anstelle nach Cancún in Mexiko fliege ich nun nach Kathmandu in Nepal. Anstelle in Ney York mache ich einen Stopp in Doha. Motorradkilometer wird es keine geben, aber irgendwie bewegen werden wir uns auch, per Auto, Lastwagen und Helikopter. Auch in Nepal werde ich viele neue Leute kennenlernen und Freundschaften schliessen. Aber bestimmt werden diese Erfahrungen eindrücklicher sein!

Dieses Zitat habe ich erhalten:

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht"

Jemand hat gesagt, dass man Hoffnung auch durch Zuversicht ersetzen kann, das finde ich noch fast besser, es ist für mich etwas realer.

Ich bin gespannt was mich erwartet und wie ich es verarbeite. Ich habe schon Vieles gesehen, aber das dürften andere Dimensionen sein. Aber bestimmt wird es mich persönlich weiterbringen.

ROKPA INTERNATIONAL ist eine anerkannte und hervorragend organisierte NGO mit Sitz in Zürich. Ich freue mich dass ich für ROKPA als Freiwilliger tätig sein darf, wie ich bis jetzt erfahren habe geht es vorwiegend um Unterstützung der lokalen Landbevölkerung beim Aufbau von monsunsicheren Unterkünften. Der Monsun mit straken Regenfällen setzt bald ein.

An dieser Stelle wirst du bald mehr erfahren.

Viele Informationen findest du bei Facebook unter ROKPA INTERNATIONAL.



Samstag, 9. Mai 2015

Wie weiter in Nepal?

Glücklich kann man nicht werden.
Glücklich kann man nur sein.

An dieses Zitat von einem mir unbekannten Philosophen habe ich die letzten Tage oft gedacht. Wie viele suchen in der reichen Schweiz das Glück. Sie realisieren nicht welches Glück es ist hier geboren worden zu sein. Auch in der Schweiz haben viele Leute grosse Probleme, aber was sagt man Leuten, welche in einem korrupten und armen Land nichts mehr haben?

Das Foto wurde am 1. April 2015 in Kathmandu aufgenommen, als die Welt in Nepal noch in Ordnung war. Devi hat soeben einen Englischkurs begonnen um ihre Berufs- und Verdienstmöglichkeiten zu erhöhen.




Devi war mit dem Bus vier Tage unterwegs, durch die zerstörten Strassen dauerte die Fahrt länger. Sechs Stunden Fussmarsch und dann stand sie vor den Überresten des Elternhauses. Der Bruder wurde beim Erdbeben verletzt.

Der verletzte Bruder, Devi, eine Schwester und die Eltern im notdürftigen Unterstand.


Was haben sie für eine Zukunft? Hier haben sie keine mehr, sie werden sich irgendwo etwas Neues aufbauen, an einem Ort wo das Land etwas mehr hergibt. Ich und Devi wissen dass sie Glück im Unglück haben. Ich konnte ihnen Geld per Western Union überweisen und werde sie weiterhin unterstützen. Aber 100'000ende Familien sind in derselben Situation und haben keinen "Sponsor".

Wenn ich hier in der "warmen" Schweiz gewissen Experten zuhöre, welche Nepal vorwerfen, dass nicht erdbebensicher gebaut wurde, dann kann ich mich nur fragen wie man Zement und Armierungseisen in diese Dörfer bringt, welche erst nach stunden- oder tagelangen Märschen erreichbar sind. Und Geld ist sowieso keines vorhanden. In vielen Ländern werden die Steine selber aus Lehm gefertigt, das dürfte auch hier so sein.

Meinen tibetischen  Bekannten und Freunden geht es soweit gut, die Häuser stehen noch, welche Schäden vorhanden sind wird man abklären. Aber jetzt schlafen sie alle draussen weil sie Angst vor einem Nachbeben haben. Leider hat Hari, ein herzensguter Nepali, seinen Bruder mit der ganzen Familie unter den Trümmer des eingestürzten Hauses in Baktapur verloren.
Tenzin Lhamo, meine "Tochter" in Pokhara arbeitet im Verkaufsbüro für Flüge mit Ultraleicht-Flugzeugen. Die Touristen bleiben aus, somit bleibt die Firma mindestens drei Monate geschlossen, selbstverständlich wird kein Lohn ausbezahlt. Der Lohn von Tenzin Lhamo ist wichtig, der Vater ist vor vielen Jahren gestorben und die Mutter verdient in der Teppichfabrik nur ein "Trinkgeld". Wenn die Touristen ausbleiben fehlt die wichtigste Einnahmequelle in Nepal.
Heute haben wir vom Verein Tibeter Familien Hilfe Vorstandssitzung und anschliessend die jährliche Mitgliederversammlung. Uns liegen diverse Anfragen vor und wir haben viele Fotos erhalten. Wir werden besprechen und entscheiden, was wir weiter beisteuern können. Einen namhaften Betrag haben wir bereits als Soforthilfe überwiesen. Unser Spendenaufruf hat Erfolg gehabt, aber wir freuen uns natürlich über weitere Spenden, welche wir zu 100% und zweckgerichtet weiterleiten. Vielen Dank!

Tibeter Familien Hilfe TFH, CH-7270 Davos Platz
Graubündner Kantonalbank, CH-7002 Chur
IBAN: CH72 0077 4355 3229 3860 0
BIC/SWIFT: GRKBCH2270A
Vermerk: Erdbeben

Freitag, 1. Mai 2015

Erdbeben Nepal

Traurigkeit und doch glückliche Momente

Wir sind hin- und hergerissen. Da wir vor Kurzem noch dort waren geht es uns tief unter die Haut, man kann nicht einfach zur nächsten Aktualität übergehen.

Bis jetzt scheint es dass in unserem grossen Umfeld keinen Toten und Verletzten zu beklagen sind, auch die Häuser unsere Freunde scheinen irgendwie überstanden zu haben, allfällige Schäden lassen sich erst erkennen, wenn sie wieder in den Häusern wohnen.
Ich habe noch nicht alle Bekannten erreicht, aber in den nächsten Tagen sollte dies möglich sein.

Der Verein Tibeter Familien Hilfe arbeitet mit mehrern Organisationen und Schulen zusammen. In einer ersten Tranche haben wir Fr. 10'000.- an die Snow Lion Foundation SLF in Kathmandu überwiesen. Diese Schule wurde übrigens in den 60er-Jahren durch die Eigenossenschaft aufgebaut und liegt in der Nachbarschaft der Schweizer Botschaft. Die SLF ist für uns Garant, dass alles Geld optimal eingesetzt wird, ohne dass dahinter eine grosse Administration gesponsert wird.

Bildlegende: Norbu Tsering, Pricipal (Direktor) der Namgyal Higher Secondary School NHSS in Kathmandu. Hier besuchen fast alle unsere "Kinder" die 11. und 12. Klasse, bevor sie mit dem Studium beginnen.
Tsering Topgyal, General Secretary der Snow Lion Foundation ist einer unserer wichtigsten Partner.

Ich garantiere als Vorstandsmitglied und Buchhalter dass Spenden an die TFH zielgerichtet eingesetz werden:
Tibeter Familien Hilfe TFH, CH-7270 Davos Platz
Graubündner Kantonalbank, CH-7002 Chur
IBAN: CH72 0077 4355 3229 3860 0
BIC/SWIFT: GRKBCH2270A
Vermerk: Erdbeben

Letztes Jahr haben wir Devi kennengelernt. Diese jetzt 23 jährige Nepali hat im Maya-Guesthouse gearbeitet und mein damals krankes Mami liebevoll betreut, auch während ich in Pokhara war. Zwischen Mami und ihr hat sich ein sehr herzliches Verhältnis entwickelt, auch dieses Jahr haben sie einige Zeit miteinander verbracht. Devi lebt mit zwei Geschwistern in Kathmandu, ihre Unterkunft ist zusammengestürzt, sie haben gar nichts mehr. Ebenso ist das Haus ihrer Eltern in einem weit entfernten Dorf total zerstört. So haben Mami und ich mich entschieden diese Familie zu unterstützen.

Falls Ihr ebenfalls diese Familie unterstützen möchtet danke ich für eine Überweisung auf mein Konto mit dem Vermerk "Devi"
Konto 84-21365-5
Hans-Ueli Flückiger
IBAN: CH65 0900 0000 8402 1365 5

Ich werde auf jeden Fall nächsten Frühling wieder nach Nepal reisen, natürlich in der Hoffnung dass mein dann 93 1/2-jähriges Mami noch Lust hat mitzukommen. Diese Zeit mit ihren vielen "Kindern" dürften für sie zu den schönsten Wochen des Jahres gehören.

Vielen Dank und herzliche Grüsse, im Wissen dass wir nicht die Last dieser Welt auf unseren Schultern tragen können, aber doch im Kleinen etwas bewirken.

Montag, 27. April 2015

Verheerendes Erdbeben in Nepal - sehr traurige Momente

Vor wenigen Tagen waren wir noch in Kathmandu, waren zusammen mit unseren Freunden, haben uns verabschiedet und uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr gefreut, die Zimmer im ROKPA-Gästehaus sind reserviert.

Keine zwei Wochen zu Hause werden wir mit Schreckensmeldungen und solchen Bildern konfrontiert:
Der Affentempel (Fotos aus dem Internet)

Trailokya Mohan Narayan Tempel, Kathmandu
Vergleich 15. Oktober 2012 (oben) und 25. April 2015 (unten).
Bilder: Matt Werner und Niranjan Shrestha/AP Photo aus dem Internet

Positiv ist, dass  ich knapp die Hälfte unsere Freunde und "Patenkinder" erreichen konnte. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut und die Häuser sind nicht stark beschädigt. Sie leben jedoch im Freien, vor Angst von Nachbeben. Es gibt kein Wasser und keinen Strom. So hoffe ich, dass der Grund, dass ich die anderen noch nicht erreichen konnte, nur leere Telefon-Akkus sind.

Leider können wir hier in der Schweiz im Moment wenig ausrichten, es ist noch viel zu wenig bekannt, wir wissen nur dass grosse finanzielle Mittel für den Wiederaufbau notwenig sind.
 
Persönlich engagiere ich mich seit Jahren als Buchhalter im Vorstand der Tibeter Familien Hilfe TFH. Wir betreuen unter Anderem 200 Patenschaften von Tibetern in Nepal und haben Kontakt zu vielen Schulen. Von der Namgyal Higher Secondary School NHSS in Kathmandu wissen wir, dass an den Schul- und Wohngebäuden Schäden aufgetreten sind, welche nicht aus dem Schulbudget bezahlt werden können. Wenn wir eine Übersicht haben welche unserer Partner und Patenkinderfamilien dringend Unterstützung benötigen, dann werden wir uns vom Verein aus engagieren.

Falls Du Geld für Erdbenopfer spenden möchtest freuen wir uns, wenn Du uns unterstützest. Viele Organisationen werden Spenden sammeln und sicher eine gute Arbeit leisten. Wir können nicht überall helfen, aber wir können hoffentlich bei uns bekannten Organisationen und Personen etwas die Not lindern. Selbstverständlich werden wir über unsere Tätigkeit Rechenschaft ablegen.
Vielen Dank für eine Überweisung auf unser Konto:

Tibeter Familien Hilfe, CH-7270 Davos Platz
Graubündner Kantonalbank, CH-7002 Chur
IBAN: CH72 0077 4355 3229 3860 0
BIC/SWIFT: GRKBCH2270A
Vermerk: Erdbeben

Im Moment bin ich nur traurig! Ich bin dankbar, dass ich in der Schweiz geboren wurde.

Montag, 30. März 2015

Dem Ruf nach Nepal gefolgt

Ich durfte einen tollen Winter in Davos erleben, den blauen Himmel, die Sonne und den Schnee geniessen, und natürlich auch meine verschiedensten Skischulgäste. Anders als in früheren Jahren habe ich an Tagen ohne Arbeit oft den Bus um 8.32 h genommen, um die herrlich präparierten Pisten vor dem Ansturm zu geniessen. Dafür war ich am Mittag bereits wieder zu Hause.

Leider, leider liess ich mich am 23. Februar abseits der Piste in ruppigem Gelände von gestürzten Skifahrern ablenken und flog plötzlich aus der Bindung. Dass ich das rechte Handgelenk gebrochen hatte realisierte ich sofort. Bis zur Bushaltestelle am Wolfgang schaffte ich es problemlos, im Bus meldete ich mich dann ab...

Am 25. Februar, pünktlich zum 64. Geburtstag, wurde ich im Spital Davos entlassen, um eine Titanplatte schwerer, die Saison war gelaufen. Die Benützung der linken Hand sei gut fürs Gehirn, habe ich mir sagen lassen, mal sehen ...

Nichts desto trotz entschied ich mich meinem Mami den Wunsch zu erfüllen und zum zweiten Mal gemeinsam unsere Patenkinder in Nepal zu besuchen - und hier sind wir jetzt.

Der Blickfang: Am 3. März ist dieser Airbus A330 der Turkish Airlines von der Piste gerutscht und hat während Tagen den Flughafen Kathmandu blockiert, da zuerst Bergungsmaterial aus Indien organisiert werden musste.
Erstes Essen mit Zamling Wangdu, Tashi Lhamo und Tsomo Sonam.
Karma Yangchen besuchte uns mit der ganzen Familie. Wenn man der richtigen der vier Glaubensrichtungen des Tibetischen Buddhismus angehört darf man als Mönch auch eine Familie haben.

Tsultrim Gyaltso, der Direktor des Lodrik Welfare Fund ist extra aus Pokhara angereist, um Mami zu begrüssen. Wenn wir in Pokhara sind ist er in Mustang im Himalaya.
Bei Nyima zu Haus zum Mittagessen eingeladen.
Am Bodnath-Stupa nachts.
Selten kommt man in den Genuss der beleuchteten Bodnath-Stupa. Es ist der weltweit grösste Stupa mit 36 m Höhe.
Blick vom Kopan-Kloster auf das Kathmandu-Tal.


Am 3. April fliegen wir für einige Tage nach Pokhara, am 12. April gehts zrück in die Schweiz. Das Hotel für nächstes Jahr habe ich bereits gebucht, Mami kriegt anscheinend nicht genug, dann ist sie ja "erst" 93.

Am 3. Mai fliege ich nach Cancun, nach drei Wochen Yucatan besteige ich wieder die Stahlratte nach Kuba. Drei Wochen mit meiner Africa Twin in diesem Land, ein lange gehegter Wunsch. Dann gehts mit der Stahlratte nochmals nach Panama, vor mir liegt der Wer nach Cancun, dieses Mal aber mit mehr Zeit in den nördlichen Ländern Zentralamerikas.

Wenn alles klappt mache ich mit meinem Mami im Herbst nochmals drei Wochen Ferien, aber unsere Ferienpläne verrae ich erst wenn es wirklich klappt, mein Mami lebt ja nach dem Motto "Es darf auch mal etwas Neues sein".

Dienstag, 13. Januar 2015

Sonne, blauer Himmel und Schnee in Davos

Wie schnell die Zeit vergeht - aber keine Angst, mich gibts noch!

Davos tickt anders - seit Mitte November haben wir im Skigebiet beste Pistenverhältnisse - trotzdem man überall hört dass es keinen Schnee habe. In Davos selber war es über Weihnachten / Neujahr recht gut, alle Talabfahrten offen und sehr gut präpariert. Wer die beiden FIS-Langlauf-Weltcup Wochenenden im TV verfolgt hat konnte sich selber überzeugen. Infolge der hohen Temperaturen und dem Regen vom letzten Freitag haben die Übungsgebiete Bolgen und Bünden Verhältnisse, welche nicht an Januar erinnern, aber es funktioniert.

Somit kannst du beruhigt sein, ich durfte Skiunterricht bei wirklich winterlichen Verhältnissen geben und habe es genossen - genau so wie meine Gäste, hoffe ich ;-))



 Eine Superwoche mit der Russin Vera und und ihrer Freundin Julia
Unterwegs auf die Schatzalp
Viel Spass mit Gianluca

Nächste Woche findet das WEF statt, so fliehe ich ins Unterland, aber nachher bin ich wieder in Davos zu finden.