Dienstag, 29. April 2014

3 Wochen Tibet mit meinem 91-jährigen Mami


Ich habe mein Mami letztes Jahr gefragt, ob es mit mir wieder einmal nach Griechenland reisen möchte. Die Antwort war klar: „Im Prinzip ja, aber …

... noch lieber würde es seine Patenkinder in Nepal noch einmal besuchen. 

Und so kam es dass wir am 24. März zusammen nach Kathmandu flogen.
Für mich war es der erste Besuch in Nepal, mein Mami war bereits drei Mal dort, leztmals 2010 vor ihrem schweren Unfall.

Unsere Unterkunft, das Maya Guest House, liegt nahe der Stupa in Bouda. Sie ist mit 40 Meter Durchmesser eine der grössten budhistischen Stätten.

Rund um die Stupa hat es viele Restaurants, einige mit herrlichen Dachterrassen mit dem schönsten Ausblick.
Hari ist die gute Seele der Maya Guest Houses, er liest Mami jeden Wunsch von den Augen ab. Als Begrüssung erhielten wir die wunderschönen Blumenketten.
Zamling Wangdu ist seit vielen Jahren mein Patensohn, letztes Jahr hat er seinen Bachelor abgeschlossen und ist nicht mehr auf meine Hilfe angewiesen.
Tenzin Lhamo ist ebenfalls sein vielen Jahren mein Patenkind, sie wohnt in Pokhara. So flog ich einige Tage dorthin.
Als junges Girl hat sie einen ganzen Schrank voller Auszeichnungen gesammelt, sie war die beste Sportlerin der Schule.
Leider ist sie an Tuberkolose erkrankt und musste das Studium abbrechen. Nun ist sie dank Medikamenten soweit genesen, dass sie ihren Master in Hotel und Tourismus in Angriff nehmen kann.
Als ich ihr agte, sie solle mich doch Hans-Ueli und nicht Vater nennen, meinte sie, dass ich doch ihr einziger Vater sei. Der Richtige ist gestorben, als sie 10 Jahre alt war. Die Mutter ist Weberin in einer Teppichfabrik, ohne fremde Hilfe wäre ein Studium nicht möglich gewesen.
Am letzten Tag strahlte der Himme in schönstem Blau, das starke Gewitter hatte die Wolkendecke aufgerissen. So konnte ich vom Bus aus einen Blick auf die 8'000er erhaschen. Falls mein Mami nächstes Jahr in der Lage ist nochmals nach Nepal zu reisen würde ich es in einem Kloster in Obhut geben und mir die Berge aus der Nähe betrachten, diese Gegend ist ja bekannt für eindrückliche Trekkings.
Tenzin Lhamo und Tenzin Tendar, der ehemalige Patensohn meines Mamis, reisten ebenfalls nach Kathmandu, um mein Mami zu sehen. Tenzin Tendar ist Künstler und hat sich auf die grossen Thanka-Wandmalereien in Klöstern spezialisert.
Typisch sind die Gesichter mit den drei Augen. Das dritte ist auf der Stirne.
Somit wachen 12 Augen von der Stupa, ein Gesicht auf jeder Seite.

Kathamdu ist reich an Sehenswürdigkeiten, oben ein Blick vom 9. Stockwerk des hinduistischen Hanumandhoka Palace.



Die 15-jährige Tenzin Namdol und der 16-jährige Tsering Tashi haben ihre Sponsoren verloren. Da Zamling Wangdu nicht mehr und Tenzin Lhamo nur noch zwei oder drei Jahre auf meine Unterstützng angewiesen sind habe ich beschlossen diesen beiden jungen Menschen die Ausbildung zu finanzieren. Dies kostet pro Jahr und Kind CHF 570.-. Im Verhältnis, was man bewirken kann, ein kleiner Betrag.

Falls dich eine Patenschaft interessiert gebe ich dir gerne Auskunft. Etwa CHF 20.- sind Bank- und Überweisungsspesen, so dass CHF 550.- dem Kind zu Gute kommen. Ich mache die Buchaltung beim Verein Tibeter Familien Hilfe in Davos. Wir verwalten gut 200 Patenschaften. Ich kenne nun auch einige der Schulen, mit welchen wir zusammenarbeiten und verbürge mich für die seriöse Abwicklung. Hier schickst du nicht Geld an eine Organisation sondern unterstützt direkt ein Kind und gibst ihm die Chance. Mit seinem Verdienst wird es einmal seine Eltern unterstützen können. Unterrichtssprache ist Englisch, so ist eine Korrespondenz per E-Mail problemlos möglich. www.tfhdavos.ch

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