Donnerstag, 9. Juli 2015

Wo "finde" ich Fr. / € / $ 2'000.- ?

Die Fotos vom letzten Donnerstag sind selbsterklärend, so ist ein vernünftiger Schulunterricht nicht möglich - und der Monsun hat noch nicht richtig begonnen.
Srongtsen Bhrikuti Boarding High School in Boudha.


Unser Klassenzimmer-Prototyp scheint sich zu bewähren, wobei ein starker Regentest noch aussteht. Bis 33 Kinder finden darin Platz.
Die Offerte für die Reparatur des Schulhauses beträgt $ 158'000. Wie dies finanziert werden soll ist noch unklar, für die Not-Schulzimmer fehlt das Geld. So habe ich entschieden dass wir die 10 weiteren "Schulzimmer" erstellen werden und hoffe, dass ich dazu finanzielle Unterstützung finden werde. Die Verschalung etc. kostet pro "Schulzimmer" Fr. 200.-

Fotos aus meinem Blog vom 8. Mai 2015 

Im letzten Blog habe ich die Hilfskrankenschwester des Shechen-Sterbehospizes erwähnt. Heute hat mich die 36-jährige Mina Lama nach Hause mitgenommen. Sie hatten ein Stück Land mit einem eigenen Haus, ihr Mann als Lastwagenfahrer hatte gut verdient. Dann erkrankte er, um während vier Jahren die Therapien zu bezahlen wurde das Ersparte aufgebraucht, dann mussten Land und Haus verkauft werden, schlussendlich verstarb er. Das gemietete Haus wurde beim Erdbeben zerstört. Heute lebt Mina mit ihrem 16-jährigen Sohn, der 11-jährigen Tochter, den Schwiegereltern (Vater kann nur noch im Stuhl sitzen), dem behinderten Schwager und der Schägerin (Nonne) zusammen. Ihr Lohn von Fr. 90.- reicht knapp zum Leben. Das Kloster Kopan in der Nähe ihres Arbeitsplatzes hat ihr angeboten auf dem Klostergrundstück eine "Hütte" aufzustellen.  Thomas und ich haben entschieden sie mit Fr. 500.- zu unterstützen. Es wird eine Bambuskonstruktion mit Wellblech-Verschalung, ähnlich der jetzigen Unterkunft. Nicht luxuriös, aber genügend.



Allen, welche mich unterstützt haben danke ich herzlich, wir konnten damit viele Familien unterstützen.

Wie früher erwähnt ist es schwierig festzustellen, wer von den "Grossen" eine gute Arbeit macht. Die religiös ausgerichtete Caritas Schweiz als Beispiel lobte auf ihrer Website im Kircheboten des Kantons Zürich die korrupte nepalesische Regierung. Als Antwort auf mein Mail erhielt ich nur Floskeln, eine Begründung konnte nicht geliefert werden. Ebenfalls erhielt ich keine Antwort über ihre Tätigkeit und auf weitere Fragen. Es ist belegt dass die Regierung viele Hilfsgüter abgezweigt hat, dass auf Hilfsgüter 43 % Zoll erhoben werden, dass letzte Wochen Solaranlagen einer kleinen österreichischen Hilfsorganisation konfisziert wurden, weil diese an die "falschen" Orte geliefert wurden, nämlich an abgelegene Orte ohne Strom anstelle an die von der Regierung vorgegeben mit funktionierender Stromversorgung. Ausser der Caritas Schweiz habe ich niemanden gefunden, welcher die Arbeit der Regierung lobt. Der Eintrag auf der Caritas-Website wurde übrigens entfernt.

Daher sind hier viele überzeugt, dass die wirkungsvollste Hilfe die Direkthilfe ist.
Falls Du etwas dazu beitragen möchtest: Mein PC-Konto 84-21365-5. Herzlichen Dank!




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