Alles geht seinen gewohnten Lauf, der Verkehr staut sich in den Strassen wie vor dem Erdbeben, an den Hauptstrassen von Kathmandu sieht man nur wenig beschädigte oder zerstörte Gebäude, es wird aufgeräumt. Man sieht sogar wieder vereinzelt Touristen.
Wenn man jedoch hinter die Fassade blickt, dann sieht man nur Probleme.
Gestern wurden die ersten acht Shelter geladen und in ein Dorf gebracht. David und Kem mit ihren Partnerinnen werden den Aufbau instruieren und überwachen.
Mit Emanuel und Tal spaziere ich abseits der Hauptstrasse. Emanuel ist Franzose und Bauspezialist. Er lebt seit 20 Jahren vorwiegend in Indien und Nepal und berät hier gratis Projekte oder führt diese durch. Wenn er kein Geld mehr hat reist er einige Zeit zurück nach Frankreich und arbeitet dort. Er klärt uns auf was hier alles falsch gemacht wird. Es wird viel zu trocken gemauert und der Beton wird nicht fibriert. So muss es Bauschäden geben. Wenn er ein Projekt beginnt führt er zuerst eine dreiwöchige Schulung der Bauarbeiter durch.
Zu zweit kann die schwere Schaufel bequemer in die Höhe gehoben werden.
Wie an vielen Orten hat es Zerstörungen, aber vieles mehr ist nicht beschädigt. Touristen hätten noch genügend Sehenswürdigkeiten zum Besuchen, die Leute hier wären dringend auf Einnahmen angewiesen! So ist es auch beim Pashupatinath Tempel. Dieser liegt neben dem Krematorium.
Mein heutiger Tagesablauf:
Besuch in der Namgyal Higher Secondary School NHSS, hier sind einige unserer Patenkinder und auch Kids vom ROKPA. Die internen Kinder schlafen im Zelt, die Schule findet im Schulhaus statt. Der Saal macht Sorgen, wie schlimm sind die Schäden? Ich werde morgen mit Emanuel, einem französischen Bauspezialisten, nochmals hinfahren.
Bei ROKPA erstellen wir nochmals einen Shelter, eine Notunterkunft als abgeänderten Prototyp. Gestern wurden die ersten acht in ein Dorf gebracht und die Erstellung instruiert. Total wurde Material für 50 Stk. gekauft. Auf die Rückmeldung des Bauteams bin ich gespannt.
Der Shelter wird lokal seitlich verschlossen, gemauert oder mit Schilf und Plastikfolien.
Ich besuche nochmals die Srongsten Schule. Hier können die internen Kids im Kinderhaus schlafen, der Unterricht erfolgt in Zelten. Tsomo Sonam, ehemaliges Patenkind meines Mamis, unterrichtet Erstklässler: Thema: Schreiben der zweistelligen Zahlen auf Englisch. In der Schweiz diskutiert man ja solche Dinge, wenn ich richtig informiert bin.
Tsering Dolma, ein Patenkind meiner Schwester, habe ich im "Schulzimmer"
getroffen. Der Lehrer sagte mir, dass auch er das Glück hatte dass ihm
eine Basler Familie die Ausbildung finanziert hatte.
Dawa, eine meiner wichtigsten Kontaktpersonen, fährt Emanuel und mich zum Porong Pelmo Choeding Kloster in der Nähe. Nachdem Emanuel die Schäden besichtigt hat gibt es für ihn nur eine Lösung: Den Aufbau möglichst schnell abbrechen. Ein weiteres Erdbeben würde diesen zum Einsturz bringen und könnte Teile des Klosters beschädigen. Der Aufenthalt im Klosterraum wäre lebensgefährlich.
Von aussen sieht man keine Schäden.
Dieses schöne Mandala wird leider vernichtet werden.
Am Abend habe ich Tsering Dolma samt Familie zum Nachtesen eingeladen. Der Vater Jigmey hat eine kleine Reparaturwerkstatt und vermietet Velos an Touristen. Da es kaum Touriten hat ist das Einkommen = 0. Das Mietshaus ist zerstört, sie richten sich auf ein längeres Dasein im Zelt eihan. Die Mutter blieb zu Hause da sie starke Rückenschmerzen hat, der kalte Boden hat diese ausgelöst. Morgen werden wir für die ganze Familie Matratzen kaufen. Sie überleben von Erspartem, bis jetzt haben sie noch keine Hilfe erhalten, weder vom Staat noch von einer NGO, wie alle meiner Bekannten.
Ich bin froh dass ich hier bin, so kann ich mich in die Situation meiner Bekannten einfühlen und sie unterstützen. Viele Dank allen welche mich finanziell unterstützt haben - hier gibt es noch lange viel zu tun! Diese Leute können ja nichts dafür dass sie vom Erdbeben so stark betroffen wurden. Ich weiss, dass es Hunderttausende in der gleichen Situation gibt, aber ich kann nur punktuell helfen.
Der zwölfstündige Marsch durch die Berge zu Devis Eltern macht mir noch etwas Sorgen. Wir wollen ihnen dringend Benötigtes bringen. Ich werde mir einen Träger "leisten", aber mich muss ich selber "schleppen".
Donnerstag, 4. Juni 2015
Sonntag, 31. Mai 2015
Sankhu - wo Devi früher gewohnt hat
Für die Kids beginnt ein neuer Abschnitt, Normalität: Schuluniform anziehen und ein geregelter Stundenplan.
Sankhu war der frühere Wohnort von Devi und Manisha
Stell dir einmal vor, es ist Sonntag, du bist etwas länger im Bett geblieben und gehst nun an die frische Luft. Sankhu liegt etwas ausserhalb der Stadt, da ist die Luft noch frisch. Du gehst zur Türe, wirfst einen Blick zurück in deine Wohnung. (Leider habe ich die Einzimmerwohnug nie gesehen, sie soll recht schön gewesen sein). Die Fotos von meinem Mami und Devi, welche ich ihr im April noch machen liess, hängen an der Wand. Auf den Fernseher bist du stolz, mit dem kleinen Lohn musstest du ihn lange ersparen. Viel hast du nicht, aber was es für ein gemütliche Zuhause brauchst, das hast du hier. Die Bücher für den Englischkurs, den ich ihr bezahlt habe, liegen auf dem Tisch, die ersten zwei Lektionen hat sie bereits besucht. Das wenige Geld und etwas Schmuck hast du gut versteckt. Du bist mit der Welt und dir zufrieden. Du drehts den Schlüssel und gehst.
Das Erdbeben ist schrecklich, die schlimmsten Gedanken gehen durch deinen Kopf, endlich bist du wieder zu Hause und triffst dies an. Da kannst du nur noch deine 19-jährige Schwester Manisha in die Arme nehmen, jemanden anderen hast du in Kathmandu nicht. Die grösste Sorge sind deine Eltern und die Geschwister, die Telefonverbindung ist zusammengebrochen, eine Kontaktaufnahme ist nicht möglich. Sie waren so verzweifelt dass sie drei Tage nichts mehr gegessen haben. Ich glaube nicht, dass wir uns das realistisch vorstellen können.
Devi steht vor den Trümmern ihre Wohnhauses. Die Strasse führte links vom Haus durch den Bogen.
Blick von rechts unte, hier war früher die Strasse.
Pisten wurden in der Zwischenzeit geschaffen, vorher war es nur ein riesiges Trümmerfeld.
Überall sind Aufräum-arbeiten im Gange, das Leben geht weiter.
Dies war die Einfahrt ins Dorf.
Als ich etwas weitergehen wollte trat blankes Entsetzen in Devis Augen, das ist viel zu gefährlich, der Schock sitzt sehr tief!
Das war einmal ein Motorrad. Wie hat es hier wohl früher ausgesehen, dass es so weit oben liegt?
Sobald ich weiss wie mein Zeitplan aussieht werde ich mit Devi ihre Eltern besuchen. Ein Tag Busfahrt und dann eine Wanderung von 12 Stunden weit hinauf in die Berge. Unterwegs habe es kaum etwas, das dürfte für mich eine Herausforderung werden. Ich finde sicher einen Sherpa welcher trägt, was wir mitbringen werden, z.B. ein Zelt. Devi wird abklären was sie dringend benötigen. Anders gesagt sind wir mindestens fünf Tage weg.
Zurück in der geschützten Welt des ROKPA Kinderhauses zeigt sich wie wertvoll Freunde sind. Das Lachen von Kalpana ist ansteckend.

Der heutige Tag ging mir tief unter die Haut. Durch Fernsehen und Zeitungen sind wir ja von den schlimmsten Katastrophen überflutet und lassen etwas Mitleid fliessen - und spenden vielleicht sogar etwas - und gehen wieder zur Tagesordnung über. Wer spricht heute in der Schweiz noch vom Erdbeben in Nepal? Wenn ich mir vorstelle was passiert wäre, wenn das Beben nicht am Mittag sondern während der Nacht erfolgt wäre, Devi und Manisha und viele Tausende andere wären nicht mehr unter uns. Zum Glück war es auch Samstag, entspricht unserem Sonntag. So waren die Kinder nicht in den vielen zusammengestürzten Schulhäusern.
Wenn man etwas so hautnah miterlebt, dann sieht es anders aus.
Wenn ich an unsere Tibeter denke, welche das Glück hatten einen Sponsor für eine Ausbildung zu finden - oder an die Kids im ROKPA-Kinderhaus, welche von Lea Wyler von der Strasse geholt wurden. Wie Anju, der Vater Alkoholiker und jähzornig, die Mutter taubstumm, das Essen aus Mülltonnen gesammelt - und heute macht sie ihren Master. Oder Hemraj, welcher die Möglichkeit prüft, dass er gleichzeitig zwei Master abschliessen kann. Diese Kinder hatten Glück und nutzen es. Devi konnte nach der Schule kein Studium machen, da die Eltern kaum genug zum Uberleben haben und sie niemand unterstützt hat. Sie musste Geld verdienen. Ich werde sie und ihre Schwester unterstützen, aber es gibt noch Tausende andere Kinder, welche für eine Unterstützung dankbar wären. (Foto April 2014)
Folgende zwei Adressen kann ich dir von Herzen empfehlen, gerne gebe ich dir auch weitere Auskunft:
Tibeter Familien Hilfe
Ich weiss nicht ob ich einmal nach Nepal gekommen wäre, wenn ich nicht über meine Patenkinder eine Beziehung gehabt hätte. Ich für mich bin froh dass meine "Kinder" schon älter sind, Tenzin Namdol und Tsering Tashi habe ich erst vor einem Jahr "übernommen". Es ist schön zu sehen welche "Rendite" die "Investition" bringt, wenn die Kinder in einigen Jahren die Ausbildung abgeschlossen haben.
ROKPA INTERNATIONAL
Oder du unterstützt das ROKPA-Kinderhaus und weisst dass du hier einen Beitrag an ein sehr wertvolles Projekt leisten kannst.
Vielleicht kommst du ja in ein paar Jahren nach Nepal und kannst dich an deiner "Rendite" erfreuen, strahlende Augen werden dich entschädigen.
Einen herzlichen Gruss aus Kathmandu, dort wo es an der Hauptstrasse normal aussieht und man erst weiter hinten auf tragische Schicksale trifft.
Aber trotzdem: Auch jetzt kann ich eine Nepalreise empfehlen, die Leute sind auf die Touristen angewiesen. Ein Nepal ohne Touristenflut ist doch auch etwas wert!
Sankhu war der frühere Wohnort von Devi und Manisha
Stell dir einmal vor, es ist Sonntag, du bist etwas länger im Bett geblieben und gehst nun an die frische Luft. Sankhu liegt etwas ausserhalb der Stadt, da ist die Luft noch frisch. Du gehst zur Türe, wirfst einen Blick zurück in deine Wohnung. (Leider habe ich die Einzimmerwohnug nie gesehen, sie soll recht schön gewesen sein). Die Fotos von meinem Mami und Devi, welche ich ihr im April noch machen liess, hängen an der Wand. Auf den Fernseher bist du stolz, mit dem kleinen Lohn musstest du ihn lange ersparen. Viel hast du nicht, aber was es für ein gemütliche Zuhause brauchst, das hast du hier. Die Bücher für den Englischkurs, den ich ihr bezahlt habe, liegen auf dem Tisch, die ersten zwei Lektionen hat sie bereits besucht. Das wenige Geld und etwas Schmuck hast du gut versteckt. Du bist mit der Welt und dir zufrieden. Du drehts den Schlüssel und gehst.
Das Erdbeben ist schrecklich, die schlimmsten Gedanken gehen durch deinen Kopf, endlich bist du wieder zu Hause und triffst dies an. Da kannst du nur noch deine 19-jährige Schwester Manisha in die Arme nehmen, jemanden anderen hast du in Kathmandu nicht. Die grösste Sorge sind deine Eltern und die Geschwister, die Telefonverbindung ist zusammengebrochen, eine Kontaktaufnahme ist nicht möglich. Sie waren so verzweifelt dass sie drei Tage nichts mehr gegessen haben. Ich glaube nicht, dass wir uns das realistisch vorstellen können.
Devi steht vor den Trümmern ihre Wohnhauses. Die Strasse führte links vom Haus durch den Bogen.
Blick von rechts unte, hier war früher die Strasse.
Pisten wurden in der Zwischenzeit geschaffen, vorher war es nur ein riesiges Trümmerfeld.
Überall sind Aufräum-arbeiten im Gange, das Leben geht weiter.
Dies war die Einfahrt ins Dorf.
Als ich etwas weitergehen wollte trat blankes Entsetzen in Devis Augen, das ist viel zu gefährlich, der Schock sitzt sehr tief!
Das war einmal ein Motorrad. Wie hat es hier wohl früher ausgesehen, dass es so weit oben liegt?
Sobald ich weiss wie mein Zeitplan aussieht werde ich mit Devi ihre Eltern besuchen. Ein Tag Busfahrt und dann eine Wanderung von 12 Stunden weit hinauf in die Berge. Unterwegs habe es kaum etwas, das dürfte für mich eine Herausforderung werden. Ich finde sicher einen Sherpa welcher trägt, was wir mitbringen werden, z.B. ein Zelt. Devi wird abklären was sie dringend benötigen. Anders gesagt sind wir mindestens fünf Tage weg.
Zurück in der geschützten Welt des ROKPA Kinderhauses zeigt sich wie wertvoll Freunde sind. Das Lachen von Kalpana ist ansteckend.
Der heutige Tag ging mir tief unter die Haut. Durch Fernsehen und Zeitungen sind wir ja von den schlimmsten Katastrophen überflutet und lassen etwas Mitleid fliessen - und spenden vielleicht sogar etwas - und gehen wieder zur Tagesordnung über. Wer spricht heute in der Schweiz noch vom Erdbeben in Nepal? Wenn ich mir vorstelle was passiert wäre, wenn das Beben nicht am Mittag sondern während der Nacht erfolgt wäre, Devi und Manisha und viele Tausende andere wären nicht mehr unter uns. Zum Glück war es auch Samstag, entspricht unserem Sonntag. So waren die Kinder nicht in den vielen zusammengestürzten Schulhäusern.
Wenn man etwas so hautnah miterlebt, dann sieht es anders aus.
Wenn ich an unsere Tibeter denke, welche das Glück hatten einen Sponsor für eine Ausbildung zu finden - oder an die Kids im ROKPA-Kinderhaus, welche von Lea Wyler von der Strasse geholt wurden. Wie Anju, der Vater Alkoholiker und jähzornig, die Mutter taubstumm, das Essen aus Mülltonnen gesammelt - und heute macht sie ihren Master. Oder Hemraj, welcher die Möglichkeit prüft, dass er gleichzeitig zwei Master abschliessen kann. Diese Kinder hatten Glück und nutzen es. Devi konnte nach der Schule kein Studium machen, da die Eltern kaum genug zum Uberleben haben und sie niemand unterstützt hat. Sie musste Geld verdienen. Ich werde sie und ihre Schwester unterstützen, aber es gibt noch Tausende andere Kinder, welche für eine Unterstützung dankbar wären. (Foto April 2014)
Folgende zwei Adressen kann ich dir von Herzen empfehlen, gerne gebe ich dir auch weitere Auskunft:
Tibeter Familien Hilfe
Ich weiss nicht ob ich einmal nach Nepal gekommen wäre, wenn ich nicht über meine Patenkinder eine Beziehung gehabt hätte. Ich für mich bin froh dass meine "Kinder" schon älter sind, Tenzin Namdol und Tsering Tashi habe ich erst vor einem Jahr "übernommen". Es ist schön zu sehen welche "Rendite" die "Investition" bringt, wenn die Kinder in einigen Jahren die Ausbildung abgeschlossen haben.
ROKPA INTERNATIONAL
Oder du unterstützt das ROKPA-Kinderhaus und weisst dass du hier einen Beitrag an ein sehr wertvolles Projekt leisten kannst.
Vielleicht kommst du ja in ein paar Jahren nach Nepal und kannst dich an deiner "Rendite" erfreuen, strahlende Augen werden dich entschädigen.
Einen herzlichen Gruss aus Kathmandu, dort wo es an der Hauptstrasse normal aussieht und man erst weiter hinten auf tragische Schicksale trifft.
Aber trotzdem: Auch jetzt kann ich eine Nepalreise empfehlen, die Leute sind auf die Touristen angewiesen. Ein Nepal ohne Touristenflut ist doch auch etwas wert!
Labels:
Nepal
Standort:
Sankhu, Pukhulachhi 44600, Nepal
Samstag, 30. Mai 2015
Morgen beginnt an vielen Orten wieder die Schule
Gestern haben wir mehrere Musterhäuser und Notfallunterkünfte angeschaut. Sehr interessant ist dieses Haus, welches aus mit Erde gefüllten Säcken gebaut ist. Im Internet habe ich einige solche Erdbebensicheren Häuser gefunden, die sehr wohnlich sind. Die Innenwände sind noch nicht verputzt, damit der Aufbau erkenntlich ist. Solche Häuser können problemlos auch in abgelegenen Gegenden gebaut werden. Logischerweise werden noch Türen und Fenster eingebaut.
Heute morgen war ich bei meinem Patensohn Tsering Tashi zu einem Tibetischen Buttertee eingeladen. Sie haben noch eine sehr schöne Wohnung, Tsering Tashi und seine Schwester Tsewang Sangmo schlafen hier im Wohnzimmer. Noch, weil das Haus verkauft wurde und die Wohnung monatlich neu sFr. 130.- statt sFr. 60.- kosten wird. Also müssen sie ausziehen. Der Vater hatte ein kleines Hotel gemietet, dieses ist beim Erdbeben zusammengestürzt, der Besitzer wohnte darin und ist umgekommen. Auch für diese Familie ist die Zukunft ein grosses Fragezeichen. Der Vater und die Schwester sind gestern ins Heimatdorf gereist um zu sehen ob sie Angehörigen helfen können.
Zum Mittagessen war ich bei Tsomo Sonam und Tashi Lhamo eingeladen, anschliessend hat mir Tsomo Sonam ihre Schule gezeigt. Morgen beginnen viele Schulen wieder. Tashi Lhamo hat weiterhin Zwangsferien, da ihre Schule über keinen Rasen verfügt, auf dem Zelte aufgestellt werden können.
Von weitem sieht das Schulgebäude der Srongtsen Schule relativ gut aus.
Von Nahem wird aber klar, dass dieses Gebäude nur noch abgerissen und durch ein Neues ersetzt werden kann. Niemand kann die Verantwortung übernehmen, dass in diesem Gebäude 600 Kinder unterrichtet werden und es bei einem leichten Beben einstürzt.
Nachtrag: Ich habe zu schwarz gesehen, das Gebäude wird repariert, das wird aber etwa fünf Monate dauern. Ein grosses Glück!
Morgen beginnt auch in der Srongtsen Schule wieder die Normalität, Tsomo Sonam freut sich dass die lange Wartezeit endlich vorbei ist und auch für die Kinder wird es eine Wohltat sein wieder eine Beschäftigung zu haben, das erste Erdbeben liegt doch über einen Monat zurück.

Platz für 600 Schüler der Klassen 1 bis 10
Tsomo Sonam in einem "Klassenzimmer"

Probesitzen für morgen
Die Strasse vor dem Haus von Tsomo Sonam ist immer noch im Bau, neue Röhren werden verlegt. Sobald der Monsunregen kommt wird die Strasse wieder kaum mehr passierbar sein.
Falls morgen das gewünschte Material eintrifft kann ich mich wieder dem Shelter-Projekt widmen, aber zum Mittagessen bin ich auf jeden Fall bei Tsering Tashi eingeladen.
Heute morgen war ich bei meinem Patensohn Tsering Tashi zu einem Tibetischen Buttertee eingeladen. Sie haben noch eine sehr schöne Wohnung, Tsering Tashi und seine Schwester Tsewang Sangmo schlafen hier im Wohnzimmer. Noch, weil das Haus verkauft wurde und die Wohnung monatlich neu sFr. 130.- statt sFr. 60.- kosten wird. Also müssen sie ausziehen. Der Vater hatte ein kleines Hotel gemietet, dieses ist beim Erdbeben zusammengestürzt, der Besitzer wohnte darin und ist umgekommen. Auch für diese Familie ist die Zukunft ein grosses Fragezeichen. Der Vater und die Schwester sind gestern ins Heimatdorf gereist um zu sehen ob sie Angehörigen helfen können.
Zum Mittagessen war ich bei Tsomo Sonam und Tashi Lhamo eingeladen, anschliessend hat mir Tsomo Sonam ihre Schule gezeigt. Morgen beginnen viele Schulen wieder. Tashi Lhamo hat weiterhin Zwangsferien, da ihre Schule über keinen Rasen verfügt, auf dem Zelte aufgestellt werden können.
Von weitem sieht das Schulgebäude der Srongtsen Schule relativ gut aus.
Nachtrag: Ich habe zu schwarz gesehen, das Gebäude wird repariert, das wird aber etwa fünf Monate dauern. Ein grosses Glück!
Morgen beginnt auch in der Srongtsen Schule wieder die Normalität, Tsomo Sonam freut sich dass die lange Wartezeit endlich vorbei ist und auch für die Kinder wird es eine Wohltat sein wieder eine Beschäftigung zu haben, das erste Erdbeben liegt doch über einen Monat zurück.
Platz für 600 Schüler der Klassen 1 bis 10
Tsomo Sonam in einem "Klassenzimmer"
Probesitzen für morgen
Die Strasse vor dem Haus von Tsomo Sonam ist immer noch im Bau, neue Röhren werden verlegt. Sobald der Monsunregen kommt wird die Strasse wieder kaum mehr passierbar sein.
Falls morgen das gewünschte Material eintrifft kann ich mich wieder dem Shelter-Projekt widmen, aber zum Mittagessen bin ich auf jeden Fall bei Tsering Tashi eingeladen.
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Nepal
Donnerstag, 28. Mai 2015
Für manche kehrt der Alltag ein
Die Kinder des ROKPA-Kinderhauses dürfen zurück ins Haus, wobei alle im Speiseraum im Erdgeschoss schlafen. Bei einem allfälligen Erdbeben wären sie so schnell aus dem Haus. Aber zuerst wird noch das Geschirr abgewaschen.
Zelte zusammenpacken, in der Hoffnung dass sie hier nie mehr gebraucht werden.
Mein Patenkind Tenzin Namdol hat mich gestern mit ihrer Mutter besucht, zusamen sind wir zu ihrem Haus spaziert, sie wohnen auch in Bouda.
Ihre Zweizimmer-Wohnung hat nur wenige Schäden, die beiden darüberliegenden Stockwerke sind aber stark verwüstet. Sie wissen nicht wie lange es geht bis abgeklärt ist, wie das Haus wiedergestellt wird und es so sicher ist, dass sie zurück in die Wohnung können. Die 72-jährige Grossmutter wohnt bei der Familie, der jüngere Sohn ist behindert. Die Teppichfabrik, Arbeitgeber des Vaters, hat die Arbeit wieder aufgenommen, so erhält er wenigstens etwas Lohn.
Die Mutter kocht hier mit einer Nachbarin und der Grossmutter für 30 Personen.
Da ihre Häuser noch stehen konnten sie das Notwendige holen und sich besser einrichten.
Mein ehemaliger Patensohn Zamlig Wangdu wohnte im Haus daneben. Von Weitem sieht es gut aus. Aus der Nähe betrachtet kann ich nicht feststellen ob nur die Wände gebrochen, die Träger aber hoffentlich unversehrt sind - oder ob es ein Totalschaden ist. Die Statiker haben viel zu tun, viele Häuser dürften in diesem Zusatnd sein.
Die Bewohner haben sich gut eingerichtet, so kann ihnen der Monsunregen nichts anhaben.
Devi als Zeltbauerin
Noch niemand, den ich kenne, hat von einer Institution oder vom Staat bisher etwas erhalten. Ausgenommen sind natürlich die Unterstützten des ROKPA-Projektes. Hier im Guesthouse hat es Ärzteteams aus Australien und USA, welche länger hier bleiben werden. Es wird viel gemacht, in der Hoffnung, dass es mehr als ein Tropfen auf einen heissen Stein ist.
Wir arbeiten weiter an unserem Shelter-Projekt und hoffen die ersten in den nächsten Tagen ausliefern zu können. Geplant sind 50 Stk.
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