Mittwoch, 13. August 2014

Honduras 1

Die Einreise nach Honduras war relativ problemlos. Ich musste 35 $ Einreisegebühr für die Twin bezahlen, dss war bisher in keinem Land der Fall.

Dass ich 11 km nach der Grenze an der ersten Polizeikontrolle herausgewunken wurde beunruhigte mich nicht, die wollen sicher mit mir über die Twin plaudern. Der Polizist sagte jedoch, dass sie vom Zoll angerufen hätten, ich hätte einen Ausweis vergessen. Richtig, der (kopierte und laminierte) Fahrzeugausweis fehlt! Die hübsche Dame am Schalter hatte diesen als Sicherheit behalten, damit ich nicht abhaue, währenddem ich x Papier kopieren musste. Und dann hat sie ihn anscheinend vergessen - oder wollte sie mich einfach nochmals sehen ;-)) ? Nein, sie hatte ihn wirklich vergssen. Ich hätte zur Sicherheit nochmals einen Ausweis gehabt, man weiss ja nie. Also fahre ich die 11 km wieder zurück und werde wieder herausgewunken. Nun wollen sie aber plaudern. Bewaffnete Polizisten und Soldaten werden mir in Honduras noch viele begegnen.
 Ich stand in Tegucigalpa direkt vor dem Hotel Plaza, als der Himmel die Schleusen öffnete. Weisst du eigentlich wie die Hauptstadt von Hondura heisst? Ich wusste es jedenfalls früher nicht, Tegucigalpa. 35 $ und die Twin in der Lobby parkieren, das war für mich ok. Als die Dame bei der Registrierung sah wie alt ich bin reduzierte sie den Preis auf 25 $, ich sei Jubilado. Wow, dieses Zimmer für diesen Preis, ein Schnäppchen! Dass am Lavabo das Kaltwasser unter dem Lababo abgestellt werden musste, da die Dichtung kaputt war, dass diverse Birnen nicht brannten und ausgewechselt werden mussten, das die Hängelampe gar nich zum Leuchten kam, das das Lavabo diverse Sprünge hatte, dass es im Zimmer kein Wi-Fi gab, all dies bemerkte ich erst mit der Zeit. Honduras hatte einmal einen hohen Standard, aber diese Zeiten sind schon lange vorbei. Tegucigalpa ist eine Millionenstadt und liegt auf knapp 1'000 m.
Die Aussicht aus dem Hotelzimmer war jedoch beeindruckend.
Solche Schuluniformen habe ich ausser in Ecuador noch nicht gesehen, es hat aber nichts mit dem Militär zu tun. Das Strahlen der Leute ist auch hier ansteckend.
Auf dem Parque Central, dem Hauptplatz, war ein Riesengedränge, die Kathedrale ging fast vergessen.
Es fand ein Wettbewerb von Schulorchestern statt, spanend zu erleben wie die Kids alles gaben.
Daneben fand die Semaña transparenzia statt. An vielen Ständen stellte sich diverse Schulen und Universitäten vor, die Abteilungen der Stadt machten Werbung.
Ich fragte einen Polizisten nach dem Weg aus der Stadt. Ein Auto hält an, der Fahrer fragt den Polizisten wohin ich wolle. Sie fahren in die gleiche Richtung sagte der Fahrer, ich solle ihm folgen. Vor einem Friedhof hält er an und fragt, ob ich ihn ansehen wolle, so ein Angebot lehne ich nie ab. Drei Brüder samt Frauen sind Verwalter, Gärtner und alles auf diesem Privatfriedhof. Man kann das Grab für 30 Jahre kaufen oder für immer, eine Kremation wird nur ganz selten gewünscht.

Ich frage wie gefährlich Honduras sei. Tagsüber gehe es, aber am Abend ab 19 Uhr seien sie immer zu Hause und würden das Haus nicht mehr verlassen, sagen sie traurig.
Blumen dürfen nur an der Beerdigung aufgestellt werden, anschliessend müssen es Kunstblumen sein. Die Blumenvasen wären Brutstätten für Mücken, Übertrager von Malaria und Dengiefieber.
Berge mit schönen Kurvenstrecken hat es auch hier.
Hier dürfen die Kühe sogar noch Hörner tragen.

Diese roten Guara waren fast ausgestorben, nun werden sie wieder gezüchtet und im Herbst freigelassen. Es hat hier eine ganze Kolonie.



Die Ruinas de Copán sind nicht die grössten Maya-Bauten, in Mexiko und Guatemala gibt es grössere, aber die Säulen aus Tuffstein seien die beein-druckendsten.

Durch die Tunnels gelangt man durch die Anlage und auf das Dach.
Diese Treppe mit 63 Stufen und verschie-
denen Figuren ist die grösste in ganz Amerika. Die Treppen sind mit Hieroglyphen geschmückt.

Die Mayas lebten etwa von 250 bis 900 un Copán..

Hier liegt die Königsanlage, einige Kilometer entfernt sind die Anlagen, wo das gemeine Volk wohnte.
 Viele Altare und Säulen sind hier zu besichtigen.



























Das Lachen der Kids ist einfach ansteckend.
Auch Tier gibt es in Honduras ;-))
Die Überraschung des Tages sind die beiden Motoräder aus Argentinien. Ich finde Ricardo (65) und Javier (41) im Ausstellungsrestaurant. Sie kommen in mein Hotel, so können wir auch den Abend zusammen verbringen. Im Gespräch finden wir heraus, dass wir mindestens sechs gemeinsame Bekannte haben, die Motorradwelt ist klein. Dies sind die ersten Motorrad-Reisenden, welche ich dieses Jahr getroffen habe!
 Mann trägt hier Hut!
Gemeinsam werden wir heute die Grenze nach Guatemala überqueren, dann fahren Ricardo und Javier nach Westen und ich nach Norden. Schade, ich hätte sie gerne etwas begleitet.

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