Donnerstag, 7. August 2014

Costa Rica 3

Werner und Aliza habe ich in Samara kennengelernt, sie haben dort ihre Ferien verbracht. Warum nicht einen kleinen Umweg in Kauf nehmen und den 1. August mit Schweizern feiern? Und wieder einmal ein Fondue ist auch nicht zu verachten! Somit ist der Entscheid schnell gefällt.


Werner hat vor 18 Jahren seinen Job bei der Post gekündigt und hier eine Finca mit 27 Hektaren gekauft. So konnte er seinen Jugendtraum verwirklichen: Einen eigenen Bauernhof. Der Sohn Guido hat sich auch für das Leben in Costa Rica entschieden.
Für mich ist dies einer der schönsten Plätze, der Blick ins Grüne, in die Weite und auf den Golfo de Nicoya.
Als Werner fragte ob ich Lust auf einen Sonntagsausritt habe konnte ich nur JA sagen. Leider war sich mein Pferd nicht gewohnt, dass Reiter den Rucksack ausziehen. Ich wollte die Kamera herausholen. So kam ich zu meinem ersten Sturz von einem Pferderücken und weiss nun auch wie dies funktioniert. Vom Pferderücken aus lässt sich die Gegend noch fast besser als vom Motorrad aus geniessen. Sie haben sich eine wirklich schöne Gegend ausgesucht.
Falls das Restaurant für den Sonntagsschoppen geöffnet gehabt hätte, dann hätte ich das Vergnügen nicht gehabt, ein tropisches Gewitter auf dem Pferderücken zu erleben, nur fünf Minuten von der Finca entfernt. 


Es gibt auch Tiefschläge im Leben. Einer ist Leica. Sie weigerte sich standhaft meine Freund-schafts-anträge anzunehmen. Vier Tage bemühte ich mich, mit Brotstücken, gutem Zureden, alles vergebens! Knurren war die einzige Liebkosung, Na ja, ich muss damit umgehen können.






Ein anderer Blick von der Finca. Es ist klar, warum Costa Rica auch als Schweiz Zentralamerikas bezeichnet wird. 
Ein weiteres Mal Abschied nehmen. Aber das nächste Bijou erwartet mich bereits. Von Agi und Guido habe ich schon viel gehört, ein Geheimtipp kurz vor der Grenze nach Nicaragua. Die Finca und Cabañas Cañas Castilla nahe La Cruz liegen am Rio Sapóa. Von den Terrassen hat man den Blick auf das Wasser, ein idealer Ort um die Seele baumeln zu lassen. Mit etwas Glück kann man das "hauseigene" Krokodil sehen. Somit ist klar warum das braune Wasser nicht zum Bade lädt.

Annett und Thorsten aus Deutschland sind begeisterte Motorradfahrer, sie haben sich jedoch für die bequemere Variante entschieden und nehmen ihre Harley nur für spezielle Ausflüge. Ob ich auch einmal so weit komme?

Das Bild ist idyllisch. Die Pferde grasen im Garten der Cabañas. Agi war nicht begeistert als ich ihr die Fotos gezeigt habe. Sie hat keine Ahnung wie es die Pferde in den Garten geschafft haben.
Guido habe ich leider nicht kennengelernt, weil er nach San José gefahren ist. Übernachtet hat er in "meinem" Bett bei Werner und Aliza. Aber einen seiner vier Waldlehrpfade habe ich kennengelernt. Den schönen Platz auf einer Landzunge in den Rio konnte ich nur bedingt geniessen, da ich nicht wusste wo das zweite Krokodil "wohnt". Das nächste Mal werde ich mich genauer erkundigen.

Spannend war es der Familie der Klammeraffen zu folgen und ihre Kunststücke zu bewundern. Leider habe ich keinen im freien Flug erwischt, aber dieser wirkt doch auch recht professionell.

Dieses kleine Faultier wurde auf dem Weg gefunden, ob es die Mutter verstossen hat oder ob sie umgekommen ist weiss man nicht. Nun wird es aufgezogen und irgendwann in die Freiheit entlassen.















Und ich breche wieder auf, nach Nicaragua. 

Die kommenden Länder werde ich relativ schnell durchqueren. Ich möchte in Cancun genügend Zeit. Ich muss einen Platz finden, an dem ich die Twin überwintern kann.
Wenn alles klappt werde ich am 13. Juli 2015 wieder in Panama sein und dann nochmals die "neuen" Länder in Ruhe kennen zu lernen. 

Aber vorher liegen noch drei Wochen Kuba und drei Wochen Segeltörn mit der Stahlratte zurück nach Panama. Das sind doch Gründe genug um zu sagen, die USA muss bis 2016 warten ;-))

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