Sonntag, 17. Juli 2016

Beeindruckendes Nicaragua (13. - 17.7.2016)

Granada ist mein nächstes Ziel. Diese Kolonialstadt mit gut 100'000 Einwohnern liegt am westlichen Ufer des Lago Nicaragua. Sie dürfte eine der schönsten Städte Nicaraguas sein.

Der Parque Central mit der Kathedrale bilden das Zentrum.


Die Calle La Calzada ist eine einladende Fussgängerzone mit vielen schönen Restaurants und Geschäften. Die Preise werden günstiger, wenn man etwas von der Kathedrale entfernt isst, bei gleicher Qualität.
 Die Iglesia de la Merced soll die schönste Kirche Nicaraguas sein.

Auf jeden Fall hat man von ihrem Turm eine herrliche Sicht auf die Stadt. Leider konnte ich das Uhrwerk nicht besichtigen, ich hörte und sah nur das Pendel.
Pferdekutschen sind bei Touristen begehrt.
Diese Bilder habe ich aus Kuba in bester Erinnerung.
Einige Fotos von meinem Spaziergang durch den Markt, die Marktstimmungen liebe ich und verbringe so überall viel Zeit
Der weisse Turnschuh wäre bei uns schon vor Jahren entsorgt worden, hier wird die Sohle angenäht

Es gibt überall Marktstände, aber auch Markthallen
 Pferdekutschen warten auf Kundschaft










Für das Mittagessen fahre ich an die Laguna de Apoyo, ein wunderschöner Badeplatz mit warmem Wasser, inmitten des grossen Vulkankraters.
Im Restaurant lerne ich Conquista (r) und später Alba (l) kennen. Die beiden Mexikanerinnen haben alles aufgegeben und sind nun mit wenig Geld auf ihrer Lebensreise nach Ushuaia. Sie versuchen unterwegs etwas zu verdienen und sich somit ihren Traum zu erfüllen. Leute mit dieser Einstellung treffe ich immer wieder. Auch sie wissen, man hat nur ein Leben, aber ihnen fällt es leichter etwas zu wagen. Viel Erfolg! oder in Spanisch "Mucho éxito!"
Die beiden Damen haben meinen Terminplan durcheinandergebracht, so dass mir die Zeit für einen Abstecher ins Zentrum von Managua fehlt.

So geniesse ich weiterhin die guten Strassen in Nicaragua Richtung Westen
León, die ehemalige Hauptstadt, mit ca. 150'000 Einwohnern, ist ebenfalls ein Besuch wert.
Die Kathedrale von León ist die grösste Kirche Zentralamerikas. Sie erstrahlt in schönstem Weiss.
Überall wird renoviert und gebaut, an den Strassen und Gebäuden. Bald ist die ganze Kathedrale frisch gestrichen und renoviert..
Überall laden die Märkte zum Verweilen.
Ein spezieller Platz für meine Twin, ganz hinten im Restaurant.
Am Morgen habe ich das Video von Pablo Eggle gesehen. Seine Super Tenere stand am selben Ort wie meine Twin am Abend, ohne dass ich den Namen des Hotels wusste. Hier ist der Film wie er aus dem Hotel Via Via hinausgefahren ist:
https://www.facebook.com/pablo.eggle.5/videos/10154266545683638/












Der Wegweiser "Mirador El Avión" hat mein Interesse geweckt, der Abstecher hat sich gelohnt. Finanziert hat diesen Aussichtspunkt die Stadt Löhne in Deutschland.

Wie 2014 ist mein letzter Halt in Nicaragua beim ehemaligen Bülacher Jacobo Hofmann in Somoto. Mit zwei seiner Geschwister bin ich in die Schule. Jacobo ist hier vor 30 Jahren "hängengeblieben" und lebt von seiner kleinen Finca.

Kürzlich hat ein Schweizer die Finca "Madero negro" gekauft und führt das Aufforstungsprogramm mit CO2-Zertifikaten weiter. Nach langem Zögern sagte Jacobo zu und leitet nun das Programm, für seine Finca hat er nur noch am Nachmittag Zeit. Die neue Aufgabe erfüllt ihn mit viel Befriedigung, Freude und Stolz. Der Besitzer Stefan ist natürlich froh, dass er einen so zuverlässigen Projektleiter hat.
Jacobo in seinem neuen Reich. Alles ist steil, für mehr als für einige kleine Weiden hat es kein ebenen Flächen.
Letztes Jahr wurden 55'000 Setzlinge gezogen, 35'000 haben überlebt. Fünf verschiedene Baumsorten werden angepflanzt, eine davon dient als Brennholz und kann nach etwa 10 Jahren geerntet werden. Dann erhalten die langsamer wachsenden Platz und Licht.
Per Esel und zu Fuss werden die Setzlinge verteilt.
Mit der Machete wird das Gestrüpp entfernt.
Mit einem Brecheisen werden die Löcher in den Boden gestossen. Dann können die gewässerten Setzlinge gepflanzt werden.
 Pro 1'000 m2 werden ca. 150 Bäume gepflanzt. Diese sind dreijährig.



Die Bäume werden in folgendem Verhältnis gepflanzt:
1 Madero Negro (15a)
1 Cenizaro (20a)
1 Pochote (20a)
1 Kaoba, Mahagoni (50a)
8 Mandagual (10a)
In Klammern die Anzahl Jahre bis zur Ernte.


20 Personen aus dem nahen Dorf haben ein regelässiges Einkommen, knapp 4 US$ pro Tag.

Danke Jacobo, dass du mir dieses Projekt gezeigt hast, vielleicht komme ich nächstes Jahr wieder und schaue mir den Fortschritt an.

Bis zur Grenze nach Honduras sind es nur ein paar Kilometer, nun fahre ich aber nach Westen, Richtung El Salvador. Letztes Mal lag mein Ziel im Norden.

Ein kleines Problem habe ich noch, ich hoffe dass es kein grosses wird. Die Zahnräder und die Kette haben sich sehr schnell abgenützt, ich bezweifle dass ich noch bis nach Cancún komme. Mal sehen ob ich in San Salvador Erstzteile finden. In Nicaragua gibt es keine passenden.


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